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Die 1. Meisterschaft6 1950/51
In diese Zeit fiel auch der erste Aufstieg in die A-Klasse.
Die 1. Fußballmannschaft wurde Meister des Landkreises Scheinfeld und stieg in die
A-Klasse Mittelfranken auf.
Josef Krug, Kaspar Schmidt, Albert Stubenrauch, Erich Gierok, Georg Schidt, Georg Brand, Karl Wada, Rudi Reinhold, Heinrich Käppner, Christian Nölp, Lorenz Lindner, Hans Grund.
Es gab damals hitzige Diskussionen innerhalb des Vereins, ob man sich auf das Abenteuer
A-Klasse einlassen sollte.
Die Mannschaft sei nicht spielstark genug, die Fahrten seien zu weit etc., wurde zu bedenken gegeben.
In einer Abstimmung entschied sich die Mannschaft schließlich zugunsten des Aufstiegs.
Ihr Trainer Götz sprach sich als einziger dagegen aus.
Die A-Klasse Mittelfranken war, wie der Name schon verrät, weit gestreut. Es mussten Orte wie Adelsdorf, Büchenbach, Herzogenaurach usw. Angefahren werden. Man kann sich vorstellen, welche Probleme sich hier auftaten (enig Geld – keine Privat - PKW...) die Fahrten zu den Auswärtsspielen erfolgten meist mit einem Bus der Fa. Seifert, was große Löcher in die Vereiskasse riss.
Das erste Spiel in der A-Klasse fand beim FC Herzogenaurach statt. Man fieberte diesem Match entgegen und war guter Hoffnung. Doch die Auseinandersetzung mit den „Städtern“ endete mit einem Fiasko für den TSV. In regelmäßigen Abständen erzielten die läuferisch, technisch und konditionell überlegenen Gastgeber ihre Tore. Zum Schluss hieß es 15 : 1 für Herzogenaurach.
Auch der weitere Verlauf der Saison entwickelte sich nicht positiv für den TSV. Die Gegner waren einfach zu übermächtig, denn die damalige A-Klasse war durchaus mit einer heutigen Bezirksliga vergleichbar.
Am Ende der Saison stand der Abstieg in die B-Klasse (1952). Der Chronist vermerkte dass ein wesentlicher Nachteil auch das hohe Durchschnittsalter (33 Jahre) der Mannschaft gewesen sei.
So ganz ohne Turbulenzen ging diese Saison nicht zu Ende, was Aufzeichnungen von der Generalversammlung am 15.12.1951 belegen.
Samstag, 15. Dezember 1951 – Generalversammlung des TSV Markt Bibart
Markt Bibart. Die alljährliche im Januar stattfindende Generalversammlung wurde umeinige Wochen vorverlegt und fand am Dienstag im Gasthaus „Storchen“ statt. Die gewissenhafte Arbeit des Kassiers Christian Nölp, die es ermöglichte, trotz hoher Fahrtauslagen für drei Mannschaften auch die Sportausrüstungen zu ergänzen, wurde allgemein anerkannt und ihm Entlastung erteilt. Nach dem Tätigkeitsbericht der Vorstandschaft kam es in der Aussprache zu heftigen Debatten, die mit dem Rücktritt der Vorstandschaft endeten. Die Neuwahl ergab: 1. Vorstand Hauptlehrer a. D. Reichert, 2. Vorstand Andreas Weber, Kassier Christian Nölp (wiedergewählt).
Ernst Weber, der diese Jahr hautnah miterlebt hatte, berichtet dazu folgendes:
„Trotzdem war die Kameradschaft in jener Zeit ausgezeichnet. Wir hatten aus den Reihen der Spieler unsere eigene „Fußballkapelle“ (Reinhold, Bucher, Schmidt, Wüchner) und trafen uns nach den Spielen mit Frauen und Freundinnen im Vereinslokal, wo getanzt und gesungen wurde.“
Für heutige Zeitgenossen ist dies nicht nachzuvollziehen. Man muss sich jedoch in jene Zeit hineinversetzen, wo es kaum Freizeitangebote gab.
Damals waren eben die Vereine der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Dorf und wer sich ablenken wollte, war gezwungen, die Kameradschaft zu pflegen.
Nach diesem Jahr der Erfolglosigkeit wäre Markt Bibart 1953 oder 1954 fast noch einmal der Wiederaufstieg geglückt.
Man spielte das letzte Spiel in Sugenheim, gewann und die Meisterschaft in der B-Klasse hätte gefeiert werden können, wenn da nicht eine „Sache“ gewesen wäre. Unser TSV hatte nämlich über längere Zeit einen Spieler aus Fürth eingesetzt, der keine Spielberechtigung besaß. Vor einem Nachbarverein lässt sich dies jedoch nicht verheimlichen. Die Sugenheimer bekamen Wind davon und legten berechtigten Protest ein. Daraufhin wurden Markt Bibart alle Punkte der Begegnungen aberkannt, in denen dieser Spieler mitgewirkt hatte. Die Meisterschaft war natürlich „flöten“.
Dies waren einige interessante Informationen aus der ersten Zeit des TSV.
Die folgenden Jahre spielte die Fußballmannschaft mit wechselndem Erfolg in der B-Klasse, bis 1961 der Weg in die C-Klasse angetreten werden musste.
Hier war man für die nächsten 4 Jahre bis 1965 festgenagelt. Die Mannschaft war die schon zu Beginn der fünfziger Jahre überaltert und man wartete auf die Jugend, wo ein „guter Jahrgang“ heranwuchs.
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