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Die goldenen Jahre des TSV 1965 – 1982
Die wohl erfolgreichste Zeit der Fußballabteilung liegt mit Sicherheit in diesem Abschnitt.
1965 C-Klassenmeister, 1968 und 72 jeweils Aufstieg in die A-Klasse. Schon zu Beginn der 60er Jahre zeichnete sich ab, dass Markt Bibart wieder eine schlagkräftige Fußballtruppe bekommt.
Die Jugendmannschaft erfreute mit begeisterndem Spiel und hatte eine Reihe von hervorragenden Kämpfern und Technikern in ihren Reihen.
Da man damals noch davon ausgehen konnte, dass gute Jugendspieler ihrem Verein treu bleiben, brauchte man die Zeit nur abzuwarten.
1965 war es soweit. Der TSV erkämpfte sich den Meistertitel.
Die folgenden Originalberichte geben die Stimmungslage und Begeisterung jener Tage wider:
In einem ausgeglichenen Spiel trennten sich der TSV Markt Bibart und der SVS Münsteinach mit einem dem Spielverlauf gerechten Unentschieden, 1:1. Beide Mannschaften konnten auf Grund der miserablen Platzverhältnisse viele gute Chancen nicht verwerten.
Unser Bild zeigt einen Angriff der Markt Bibarter (in dunkler Spielkleidung) auf das Gästetor.
Der Schlussmann ist jedoch auf der Hut und kann den Ball entschärfen. Gespannt verfolgen Freund und Feind den Flug des Leders.

Noch immer kein Meister
TSV Markt Bibart siegt 6:0 und SVS Münsteinach gar 12:0 – Kommt es noch zu einem Entscheidungstreffen? – Dietersheim erreichte daheim ein Unentschieden.

Zwei Szenen aus den Spielen der Meisterschaftsanwärter TSV Markt Bibart (oben) – hier fängt der Diespecker Torwart sicher den Ball – und SVS Münsteinach (unten). Dieses Bild lässt erkennen, mit welchem körperlichen Einsatz gespielt wurde. Wachendorfs Torwart und ein Münsteinacher verfehlen den Ball.
Nachdem gestern das Spitzenpaar TSV Markt Bibart und SVS Münsteinach seine Spiele gewann, sieht es ganz so aus , als gebe es zwischen den beiden noch ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft der C-Klasse Neustadt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Münsteinacher ihr noch ausstehendes Spiel in Trautskirchen gewinnen.
Münsteinach patzte!!!
Viele waren traurig, hatten sie sich doch schon auf das Entscheidungsspiel gefreut.
Markt Bibart hat eine Meisterelf (1965)

Die 1. Mannschaft des TSV Markt Bibart ist – wie gestern berichtet – Meister der C-Klasse Neustadt, nachdem ihr ärgster Widersacher um den Titel, die Fußballer des SVS Münsteinach, am Sonntag ihr Treffen in Trautskirchen verloren. Beiden Mannschaften bleibet so ein kräftezährendes Entscheidungsspiel um die Meisterschaft erspart, das bei einem neuerlichen Sieg des SVS Münsteinach fällig geworden wäre.
Unser Bild zeigt die Meisterelf mit ihren Betreuern (v. l. n. r.) stehend Vorsitzender Albrecht Stubenrauch, Rigobert Schureck, Georg Guckenberger, Rudi Friedl, Georg Lenzer, Rainer Bauer, Volker Sulzbacher, Manfred Brieger, Spielleiter Ernst Weber; sitzend Hans Ziener, Theo Bayer, Heinz Sandner, Edgar Käppner und Günter Hackenberg. Nicht auf dem Bild, Trainer Helmut Schureck.
1965 – 1968
Wenn in den vorhergehenden Zeiten oft die Rede von einem hohen Durchschnittsalter der Mannschaft war, was zu einem Abstieg führte, so war es diesmal umgekehrt. Der TSV stellte die jüngste Truppe im Kreis. Mit einem Durchschnittsalter von ca. 20 Jahren spielte sich die Mannschaft 1966 in der B-Klasse in die Herzen der Zuschauer.
Dabei bevorzugte sie einen echten „Hurra-Stil“ ohne große taktische Zwänge. Gewann man zu Hause 8:3, so gab es mit Sicherheit auswärts eine 1:6 Niederlage, der man wieder einen Kantersieg folgen ließ. Das Torverhältnis von 102:67 in 26 Spielen belegt dies deutlich.
Diese eigentlich mitreißende Spielweise fand jedoch nicht ungeteilt Zustimmung. So bemängelten Funktionäre häufig, dass sich die Mannschaft nicht an die vorgegebenen Anweisungen halte und somit das angestrebte Saisonziel gefährdet werden könnte. Bemerkenswert waren auch die Zuschauerzahlen. So erschienen zum Spitzenspiel gegen den TSV Wilhermsdorf (späterer B-Klassenmeister) am Kirchweihsonntag in Markt Bibart über 600 Zuschauer.
Leider scheiterte unsere Mannschaft an diesem übermächtigen Gegner (0:2), trotz des gemeinsamen Kinobesuchs am Tag vorher in Neustadt. Trainer und Spielleiter ließen die Jungs an diesem Abend nicht aus den Augen.
Denn der Kirchweihsamstage hatten es manchmal in sich. Der TSV erreichte jedoch trotzdem auf Anhieb die Vizemeisterschaft (1966).

Das Jahr 1968 – Aufstieg in die A-Klasse Erlangen/Forchheim
Es dauerte noch zwei Jahre, bis die Fußballer des TSV den größten Erfolg der Vereinsgeschichte verbuchen konnten. Die folgenden Bilder und Zeitungsberichte bedürfen keiner weiteren Erläuterung.
Erstaunlich war, dass trotz der überzeugenden Leistungen eine Diskussion um Aufstieg oder Nichtaufstieg einsetzte (siehe Bericht: „Debatte um den Aufstieg“).
Die negativen Erfahrungen, die man 1952 in der A-Klasse gemacht hatte, steckte noch in den Köpfen vieler Damaliger. In einer Generalversammlung, stimmten die Mitglieder ab. Mit 7 Gegenstimmen und wenigen Enthaltungen entschied sich die Mehrheit für einen Aufstieg (siehe Bericht Generalversammlung).
Den Ausschlag gab das positive Votum der Spieler, die diese Diskussion verständnislos verfolgten. Zwar behielten die „Warner“ im Nachhinein recht, der TSV stieg sofort wieder ab, doch nach Aussagen vieler Zeitzeugen (Spieler und Zuschauer) blieb diese Saison bei allen in guter Erinnerung.
Kommentar des damaligen Spielleiters E. Weber:
1968/1969
Nach 32 Spielen in der A-Klasse Gruppe III Erlangen musste die 1. Mannschaft trotz eines Punkte- und Torkontos von 27:37 und 57:68 als 4. Absteiger wieder in die B-Klasse Neustadt (Aisch) zurück. Das letzte Meisterschaftsspiel wurde gegen den TSV Röthenbach mit1:2 verloren. Obwohl man laut Spielleiter Ernst Weber aus den letzten 5 Spielen nur noch 2 Punkte gebraucht hätte, war die Klasse nicht zu halten, da die Spieler an den Sonntagen kaum vor 5 Uhr früh in die Betten zu bringen waren.
 
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